Neue Methoden der Echokardiographie

Neue Methoden der Echokardiographie

In Ergänzung zu den konventionellen ein- und zweidimensionalen Methoden der Ultraschalluntersuchung steht die 3D- Realtime Sonographie zur Verfügung. Eine neu entwickelte Matrixsonde der Firma Phillips erlaubt nicht nur die Ansicht der einzelnen Herzstrukturen aus jedem beliebigen Winkel und in jeder beliebigen Ebene, sondern auch die Darstellung des Blutflusses unter dem räumlichen Aspekt. Diese Methode bietet demzufolge eine entscheidende Verbesserung in der Einschätzung des Schweregrades eines Klappenvitiums, da der Verlauf eines oder mehrer Jets in allen Ebenen registriert wird. Für die Prognose und Therapieindikation stehen damit neue Parameter zur Verfügung. Erheblich genauer ist darüberhinaus die 3D-Volumetrie gegenüber den herkömmlichen Methoden. Beim Menschen korreliert sie mit der MRI-Technik. Für den Patienten ändert sich bei der Untersuchungsdurchführung nichts. In der nichtkardialen Anwendung kann die 3 D Technik patientenabhängig auch in der Einschätzung neoplastischer Dimensionen hilfreich sein. Bei größeren Hunderassen lassen sich zudem eindrucksvolle Aufnahmen bei Gravidität erstellen. Die zweite neue Methode ist das SpeckleTracking/Strain/Strain-Rate zur Vermessung der Verformung des Myokardiums (Strain, Strain-Rate über die Zeit). Die Beurteilung der Verformung (Dickenzunahme und –abnahme) des Herzmuskels erfolgt segmental, ein negativer Kurvenverlauf ist wünschenswert. Aus der Kammeranalyse ergeben sich auch die enddiastolischen- und endsystolischen Volumina (EDVI/ESVI) und die Ejektionsfraktion EF nach der Scheibchenmethode Simpson in Prozent, letztere orientiert sich an humanvalidierten Werten > 40%. Insbesondere die Einschätzung myokardialer Dysfunktion im Rahmen der DKM-Diagnostik aber auch bei fortgeschrittenen AV-Klappendegenerationen erhält durch diese Methode eine neue Dimension. Mit besten Grüßen,  Dr. Ralf...

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Zuchtuntersuchungen

Zuchtuntersuchungen

Aufgrund des gehäuften Vorkommens von Herzerkrankungen haben sich Rasseverbände dazu entschlossen, Zuchttiere auf das mögliche Vorliegen einer Kardiopathie untersuchen zu lassen. Für diese Untersuchungen sind von Ihnen die Ahnentafeln der Tiere und der Untersuchungsbogen mitzubringen. Bei Zweitgutachten ist das Zulassungsschreiben des Zuchtwartes für dieses Zweitgutachten ebenfalls mitzubringen. Nach der Untersuchung wird der ausgefüllte Untersuchungsbogen direkt an den Tierbesitzer ausgehändigt. Das Ergebnis ist demnach unmittelbar bekannt. Eine Ausnahme ist die Untersuchung beim Dobermann, bei der die Auswertung des Holter-EKG abgewartet werden muss. Die Untersuchung ist in der Regel eine echokardiographische Untersuchung. Bei einigen Rassen wird zusätzlich ein EKG oder Holter-EKG gefordert. Letzteres wird dem Hund wie ein Tornister auf den Rücken geschnallt und in einem Verband fixiert. Es zeichnet die Impulse des Herzens über 24 h auf und ist so in der Lage über die Langzeitdokumentation für Arrhythmien anfällige Tiere zuverlässiger zu erkennen. Das Verbandsmaterial wird je nach räumlicher Entfernung und/oder Besitzerwunsch durch die Praxis oder den Tierbesitzer selbst abgenommen. Das EKG wird durch Sie wieder an die Praxis zurückgeschickt. Entsprechendes Verpackungsmaterial bekommen Sie beim Anlegen überreicht. In den Abbildungen sehen Sie ein Holter-EKG und das Anlegen des Verbandes, wie es nur für Dobermänner bislang vorgeschrieben...

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Wie wird mein Tierarzt/Zuchtverband über das Ergebnis informiert?

Das Ergebnis der Untersuchung, eine prognostische Einschätzung und Therapieempfehlung wird dem Haustierarzt in einem ausführlichen Schreiben auf postalischem Weg oder via Fax mitgeteilt. Die Zuchtverbände haben Untersuchungsbögen die mitzubringen sind. Ein vorgesehener Durchschlag wird dem Verband automatisch zugestellt.

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